„Und dann haben wir ein Theaterstück über Franz von Assisi aufgeführt in der Schule, und ähm da hat nämlich meine Theaterleiterin gesagt: ‘Priya, du spielst doch ein indisches Instrument, und es wäre ja toll, wenn du das Instrument spielst. Wir bauen das ein in diese Szene am Hof, im Orient, und dann sitzt du auf einem Teppich und dann spielst du halt die Sitar.’ Also ich kam mir toll vor. Ich fühlte mich wie in 1000 und einer Nacht und dachte so: ‘Toll! Dass ich dieses Instrument spielen darf und nicht irgendwie Klavier spielen muss oder so.’ Also das war wieder so ein exotisches Gefühl, etwas positiv bewertet zu bekommen, ne!?“

„exotisch: fernen (besonders überseeischen, tropischen) Ländern, Völkern eigentümlich, ihnen zugehörend, entstammend; [der Art, dem Aussehen, Eindruck nach] fremdländisch, fremdartig und dabei einen gewissen Zauber ausstrahlend”
“In dem man mich orientalisiert”
“In seinem Werk ‘Orientalismus’ beschreibt Said die Praxis des Othering, der Herstellung einer Identität der orientalisch Anderen. Said interessiert sich für die Dialektik, die damit verbunden ist. Denn Europa, der Westen, das Abendland kann seine eigene Identität offensichtlich nur dadurch gewinnen, dass es seit Jahrhunderten jene Anderen konstruiert und erfindet, von denen es sich gleichzeitig abgrenzen und unterscheiden, über die es verfügen und die es beherrschen will, weil es glaubt, dazu berechtigt zu sein und einen Auftrag zu haben. Im Podcast gibt Alex Demirović einen Überblick über Edward Saids Leben und fasst die zentralen Thesen seines Schlüsselwerkes ‘Orientalismus’ zusammen. Anschließend diskutiert er mit der Postkolonialismus-Expertin María do Mar Castro Varela darüber, welche Bedeutung postkoloniale Kritik für soziale Bewegungen heute hat.”

[Bild/Tabelle von der SeiteS 65 – kannst du es optisch etwas anpassen sodass wir schreiben können: eigene Darstellung?] https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/reader/Broschuere_Kinder-uJugendarbeit.pdf oder https://www.vielfalt-mediathek.de/methoden/von-der-auslaenderpaedagogik-ueber-die-interkulturelle-paedagogik-zur-migrationspaedagogik#quellen [Bildbeschreibung] Darstellung von Tobias Linnemann, Anna Aleksandra Wojciechowicz & Fidan Yiligin (2016): “Gelingensbedingungen einer rassismuskritischen und migrationspädagogischen Kinder- und Jugendarbeit” in IDA-NRW (Hg.): Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft, Düsseldorf, S. 61-71. [Verlinkung] https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/reader/Broschuere_Kinder-uJugendarbeit.pdf
“Von der Ausländerpädagogik über die interkulturelle Pädagogik zur Migrationspädagogik”
Wer oder was ist für dich exotisch und warum?
