Musik der Gastarbeit

Die Musik von sogenannten Gastarbeiter*innen erzählt u. a. von Ankommen, Ausgrenzung und Widerstand. Sie macht Erfahrungen hörbar, die in offiziellen Geschichtserzählungen wenig sichtbar sind und trägt Wissen über Rassismus über Generationen hinweg weiter. Der 2022 erschienene Film ‚Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod‘ und die im gleichen Jahr veröffentlichte Mini-Doku ‚Sounds aus der Seele – Musik zwischen Almanya und Deutschland‘ machen diesen wichtigen Aspekt deutscher Migrations-, Kultur- und Erinnerungsgeschichte hör- und erfahrbar.

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Orientalismus

1981 wurde das bedeutsame Buch ‚Orientalismus‘ von Edward Said erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Seine Ausführungen verweisen darauf, wie Menschen als selbstverständlich Dazugehörende oder Andere markiert werden. Diese Zuschreibungen sind alltäglich spürbar, etwa in der Schule.

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„Mein Name ist Ausländer“

Mit ihrem Gedicht ‚Mein Name ist Ausländer‘ kritisierte Semra Ertan die Ausbeutung von migrantischen Arbeitskräften, die nicht als vollwertige Gesellschaftsmitglieder gesehen wurden. Semra Ertan bleibt eine wichtige Stimme, um Klassenkampf und Antirassismus gemeinsam zu denken.

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Kraftvolle Seiten

1983 wurden erstmals auf Deutsch Werke von der Audre Lorde im Orlanda-Frauenverlag veröffentlicht. Ihre Texte wie auch weitere Arbeiten stellen wichtige Quellen der Aneignung des Wissens über Rassismus dar, insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren, in denen Online-Medien noch nicht zugänglich waren.

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Sichere Räume in unsicheren Verhältnissen

Wohnheime für sogenannte Vertragsarbeiter*innen in der DDR waren Orte der Isolation, da die Bewohner*innen von der Mehrheitsgesellschaft weitgehend getrennt leben mussten. Es entwickelten sich in den Wohnheimen Aktivitäten wie etwa das gemeinsame Musizieren. Die Wohnheime waren wichtige Räume, um über rassistische Angriffe zu sprechen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Schutzstrategien zu entwickeln.

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Eine Sprache aus der Sprachlosigkeit

Wissen über Rassismus haben sich viele Menschen in den 1990er und 2000er Jahren unter anderem über Rapmusik angeeignet. In dieser Wissensspur wird anhand der Gruppe Advanced Chemistry aufgezeigt, wie das Unsagbare des Rassismus für viele Menschen durch ihre kritischen Texte aussprechbar wurde und auch Möglichkeiten des Verstehens der eigenen Erfahrungen bot.

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Solidarität

Die sogenannten Lichterketten-Demonstrationen in den frühen 1990er Jahren galten als Ausdruck von Solidarität und als Zeichen der Ablehnung von rassistischer Gewalt. Gleichzeitig zeigte sich gesamtgesellschaftlich eine Ignoranz gegenüber der strukturellen Dimension von Rassismus. Migrantisierte Personen und Zusammenschlüsse kritisierten die (Un-)Tätigkeit der Politik und oberflächliches solidarisches Handeln.

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Gewalt-Wissen

Im Spiegel einer Reihe von Brandanschlägen in den frühen 1990er Jahre entwickelten viele migrantisierte Familien aus Angst vor möglichen Angriffen Schutzmaßnahmen. Es entstand ein geteiltes Erfahrungswissen über Unsicherheit und mangelnden staatlichen Schutz. Dieses Wissen prägte das Leben von Personen, die Rassismus erleben.

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Blickrichtungen umkehren

In den 1980er und 1990er Jahren stellt Fernsehen ein wichtiges und viel genutztes Medienformat dar. Auch Rassismus wurde thematisiert, allerdings stellen diese Thematisierungen Ausnahmen dar. Insbesondere das Internet ermöglichte neue Formen des Sprechens und Lernens über Rassismus, neue Wissensspuren eröffneten sich.

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Deutschland kalt

Kälte – kalt sein – nicht warm sein – sich nicht wohlfühlen können: Dieser Zusammenhang kommt in dieser Wissenspur zum Ausdruck und wird unter anderem an Reaktionen der Ermordung Alberto Adrianos 2000 in Dessau diskutiert.

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Augen sprechen viel

Sehen und Gesehenwerden sind durch gesellschaftliche Machtverhältnisse geprägt. Viele Menschen, die Rassismus erleben, entwickeln ein Wissen darüber, warum und wie sie als Andere wahrgenommen werden. Samy Deluxe schafft mit seinem ‚Superheld‘2009 eine Perspektive der Wertschätzung rassismuserfahrener Kinder, die es ansonsten zumeist erleben, als Andere gesehen zu werden.

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Wissensweitergabe

2018 verweist der Rapper Megaloh in der Erweiterung des 2001 veröffentlichten Songs ‚Adriano‘ der Brothers Keepers auf die Schwierigkeit des Sprechens über Rassismus mit Kindern. Er und weitere rassismuserfahrene Eltern stellen heraus, dass dieses Sprechen notwendig ist, um ihre Kinder für Gefahren und Realitäten des Rassismus zu sensibilisieren und sie zu stärken.

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Nicht-Wissen und Ignoranz

Seit 2020 zeigt sich ein Anstieg der Thematisierung und Auseinandersetzung mit Weißsein. Durch diesen Blick wird deutlich, wie Menschen als Norm verstanden werden und sich selbst verstehen lernen. Die gewachsene Aufmerksamkeit wurde durch vielfältige aktuelle und historische Kämpfe und Analysen möglich.

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WissenüberRassismus

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1970

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Musik der Gastarbeit

Die Musik von sogenannten Gastarbeiter*innen erzählt u. a. von Ankommen, Ausgrenzung und Widerstand. Sie macht Erfahrungen hörbar, die in offiziellen Geschichtserzählungen wenig sichtbar sind und trägt Wissen über Rassismus über Generationen hinweg weiter. Der 2022 erschienene Film ‚Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod‘ und die im gleichen Jahr veröffentlichte Mini-Doku ‚Sounds aus der Seele – Musik zwischen Almanya und Deutschland‘ machen diesen wichtigen Aspekt deutscher Migrations-, Kultur- und Erinnerungsgeschichte hör- und erfahrbar.

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Orientalismus

1981 wurde das bedeutsame Buch ‚Orientalismus‘ von Edward Said erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Seine Ausführungen verweisen darauf, wie Menschen als selbstverständlich Dazugehörende oder Andere markiert werden. Diese Zuschreibungen sind alltäglich spürbar, etwa in der Schule.

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„Mein Name ist Ausländer“

Mit ihrem Gedicht ‚Mein Name ist Ausländer‘ kritisierte Semra Ertan die Ausbeutung von migrantischen Arbeitskräften, die nicht als vollwertige Gesellschaftsmitglieder gesehen wurden. Semra Ertan bleibt eine wichtige Stimme, um Klassenkampf und Antirassismus gemeinsam zu denken.

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Kraftvolle Seiten

1983 wurden erstmals auf Deutsch Werke von der Audre Lorde im Orlanda-Frauenverlag veröffentlicht. Ihre Texte wie auch weitere Arbeiten stellen wichtige Quellen der Aneignung des Wissens über Rassismus dar, insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren, in denen Online-Medien noch nicht zugänglich waren.

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Sichere Räume in unsicheren Verhältnissen

Wohnheime für sogenannte Vertragsarbeiter*innen in der DDR waren Orte der Isolation, da die Bewohner*innen von der Mehrheitsgesellschaft weitgehend getrennt leben mussten. Es entwickelten sich in den Wohnheimen Aktivitäten wie etwa das gemeinsame Musizieren. Die Wohnheime waren wichtige Räume, um über rassistische Angriffe zu sprechen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Schutzstrategien zu entwickeln.

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Eine Sprache aus der Sprachlosigkeit

Wissen über Rassismus haben sich viele Menschen in den 1990er und 2000er Jahren unter anderem über Rapmusik angeeignet. In dieser Wissensspur wird anhand der Gruppe Advanced Chemistry aufgezeigt, wie das Unsagbare des Rassismus für viele Menschen durch ihre kritischen Texte aussprechbar wurde und auch Möglichkeiten des Verstehens der eigenen Erfahrungen bot.

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Solidarität

Die sogenannten Lichterketten-Demonstrationen in den frühen 1990er Jahren galten als Ausdruck von Solidarität und als Zeichen der Ablehnung von rassistischer Gewalt. Gleichzeitig zeigte sich gesamtgesellschaftlich eine Ignoranz gegenüber der strukturellen Dimension von Rassismus. Migrantisierte Personen und Zusammenschlüsse kritisierten die (Un-)Tätigkeit der Politik und oberflächliches solidarisches Handeln.

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Gewalt-Wissen

Im Spiegel einer Reihe von Brandanschlägen in den frühen 1990er Jahre entwickelten viele migrantisierte Familien aus Angst vor möglichen Angriffen Schutzmaßnahmen. Es entstand ein geteiltes Erfahrungswissen über Unsicherheit und mangelnden staatlichen Schutz. Dieses Wissen prägte das Leben von Personen, die Rassismus erleben.

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Blickrichtungen umkehren

In den 1980er und 1990er Jahren stellt Fernsehen ein wichtiges und viel genutztes Medienformat dar. Auch Rassismus wurde thematisiert, allerdings stellen diese Thematisierungen Ausnahmen dar. Insbesondere das Internet ermöglichte neue Formen des Sprechens und Lernens über Rassismus, neue Wissensspuren eröffneten sich.

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Deutschland kalt

Kälte – kalt sein – nicht warm sein – sich nicht wohlfühlen können: Dieser Zusammenhang kommt in dieser Wissenspur zum Ausdruck und wird unter anderem an Reaktionen der Ermordung Alberto Adrianos 2000 in Dessau diskutiert.

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Augen sprechen viel

Sehen und Gesehenwerden sind durch gesellschaftliche Machtverhältnisse geprägt. Viele Menschen, die Rassismus erleben, entwickeln ein Wissen darüber, warum und wie sie als Andere wahrgenommen werden. Samy Deluxe schafft mit seinem ‚Superheld‘2009 eine Perspektive der Wertschätzung rassismuserfahrener Kinder, die es ansonsten zumeist erleben, als Andere gesehen zu werden.

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Wissensweitergabe

2018 verweist der Rapper Megaloh in der Erweiterung des 2001 veröffentlichten Songs ‚Adriano‘ der Brothers Keepers auf die Schwierigkeit des Sprechens über Rassismus mit Kindern. Er und weitere rassismuserfahrene Eltern stellen heraus, dass dieses Sprechen notwendig ist, um ihre Kinder für Gefahren und Realitäten des Rassismus zu sensibilisieren und sie zu stärken.

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Nicht-Wissen und Ignoranz

Seit 2020 zeigt sich ein Anstieg der Thematisierung und Auseinandersetzung mit Weißsein. Durch diesen Blick wird deutlich, wie Menschen als Norm verstanden werden und sich selbst verstehen lernen. Die gewachsene Aufmerksamkeit wurde durch vielfältige aktuelle und historische Kämpfe und Analysen möglich.

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