„Entwicklung der Onlinenutzung in Deutschland: Mehr Routine, weniger Entdeckerfreude”
„Was in anderen Ländern Gang und Gäbe und bereits seit längerer Zeit institutionalisiert ist, wurde in Deutschland im Jahr 2001 zivilgesellschaftlich initiiert. ‚der braune mob e.V.‘ war Deutschlands erste Schwarze media-watch-Organisation, gegründet von professionell Medienschaffenden, Künstler*nnen, Aktivist*nnen und Jurist*nnen, die eine diskriminierungsfreie deutsche Medienöffentlichkeit erreichen wollten. In den ersten zehn Jahren verfolgten wir unsere Ziele in erster Linie mit den Mitteln der Aufklärung. Wir haben Informationen gesammelt, erarbeitet und bereitgestellt. Wir haben Prozesse angestoßen und viele Streits gewonnen.
Unser Name ist natürlich bewusst provokativ gewählt. Zum einen persifliert er die koloniale Angewohnheit der Annektierung eines Gruppen-Namens. Auch kann der Name daran erinnern, dass Rassismus vorrangig nicht etwa ein Problem mit ‚rechtsextremen Skinheads‘ ist, sondern eines der Mitte der Gesellschaft; eine Tatsache, die in Deutschland dermaßen negiert wird, dass selbst die UN-Sonderberichterstatter dies in Berichten über Deutschland seit dem Jahr 2010 regelmäßig herausstellen.“

„RosaMag ist …
… ein Online-Lifestylemagazin, das Schwarze Frauen* und Freund*innen informiert, inspiriert und empowert. ROSAMAG porträtiert die facettenreichen Lebenswelten der modernen Schwarzen Frau. Von natürlichen Pflegetipps für Afrolocken, inspirierenden Interviews, mitreißenden Kommentaren und beflügelnden Reportagen – Wir zelebrieren Schwarze Frauen! Wir möchten Vorbilder schaffen und unsere Diversität zeigen.“

„Wie alles anfing…
Die Mailingliste »Move on up!« ist aus einer gleichnamigen Veranstaltung heraus entstanden: Unter dem Titel »Move on up! Empowerment Visionen in Bewegung« fand im Jahr 2008 in Berlin das »Empowerment Forum« aus der Perspektive von People of Color (PoC) statt. Es richtete sich ausschließlich an Menschen, die in Deutschland (potentiell) mit rassistischer Diskriminierung konfrontiert sind. In Workshops, Lesungen, Vorträgen und in der Freizeit tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen als PoC in Deutschland aus, bildeten sich weiter und knüpften Netzwerke.
Um im Austausch zu bleiben, wurde im Anschluss ein E-Mail-Verteiler eingerichtet, in den zu Beginn ca. 30 Personen eingetragen waren. Zunächst als Informations- und Organisations-Medium gedacht, entwickelte sich die Mailingliste schnell zu einem eigenen virtuellen Community- und Empowerment-Raum. Anfangs kannten sich noch alle Mitglieder untereinander, doch dies sollte sich bald ändern.
Bis 2012 ist der Verteiler auf 350 Mitglieder angewachsen. Die meisten Menschen sind über persönliche Kontakte dazugekommen, einige waren Teilnehmende bei Empowerment-Seminaren, haben sich bei Veranstaltungen kennengelernt und andere sind zufällig im Internet auf die Liste gestoßen. Diesen stellen wir als Administrator_innen den Verteiler vor und bitten sie um eine Selbstpositionierung, um sicherzustellen, dass der Verteiler ein PoC-Raum bleibt.“

Genau das war ja auch die Zeit der Internetcafés usw. Irgendwann mal konnten wir uns leisten in der WG einen Internetzugang zu machen und das war ganz wichtig! Also Zugang zu Informationen und zu Wissen zu erhalten. Das war auch die Zeit, wo ich dann auch mehr Wissen aneignen konnte.
Welche Rolle spielt das Internet für dich mit Blick auf Rassismus?
Es gibt so viele gute, tolle Leute, die großartige Sachen schreiben, tun, machen und die sind nicht sichtbar. Sie werden jetzt Gott sei Dank sichtbarer durch Social Media.
Lehrer:innenbildung und Schule im Rassismus – Ein Podcastprojekt von GraL und KoNIR Der Podcast „Lehrer:innenbildung und Schule im Rassismus“ ist ein gemeinsames Projekt der Forschungsgruppen Gelingensbedingungen rassismussensibler Lehrer:innenbildung (GraL) und Kontinuitäten und Neuformierungen von Institutionellem Rassismus in der Schule (KoNIR). In acht Folgen geben die Forschungsprojekte Einblicke in ihre Forschungserfahrungen und diskutieren die Bedingungen sowie die Tragweite ihrer Untersuchungen. Im Gespräch zwischen den Projektmitarbeiter:innen geht es unter anderem um das Sprechen über Rassismus, seine vermeintliche „Normalität“ und den Zusammenhang von Rassismus und Angst in Schule und Lehrer:innenbildung. … Darüber hinaus werden auch Themen wie „weiße“ Bildungsräume und unterschiedliche Dimensionen von Betroffenheit durch Rassismus vertieft. So entsteht ein vielstimmiger Podcast, der zum Nachdenken, Weiterfragen und gemeinsamen Lernen zum Thema Lehrer:innenbildung und Schule im Rassismus einlädt. → Auf diesen unterschiedlichen Platforms ist der Podcastreihe zu finden: Spotify, Pocket Casts, Deezer, Podcast Addict, Amazon Music, Audible, Listen Notes.

„TUPODCAST hat den Anspruch mehr als ein Podcast zu sein. Als Safe Space für und von Schwarzen Frauen, nimmt und fordert TUPODCAST Raum für Gespräche über das Schwarz- und Frausein, über das Überleben in einer weißen, patriarchalen Mehrheitsgesellschaft, ein. Gemeinsam mit ihren Gäst:innen aus Wissenschaft, Politik, Film, Fernsehen uvm., gibt Tupoka einen Einblick in die Vielfalt der Perspektiven, Lebensentwürfe und Lebensrealitäten Schwarzer Frauen in Deutschland.“